Am 19. April sind wir vom Flughafen Malpensa nach Frankfurt geflogen. Dieser Tag war der Beginn unserer Erfahrung in Deutschland. Alles war neu und sehr spannend für uns. Als wir am Flughafen Frankfurt angekommen sind, waren wir von seiner Größe beeindruckt. Nachdem wir unsere Koffer abgeholt hatten, wurden wir von unseren Gastfamilien begrüßt, die uns nach Erdhausen gebracht haben, ein kleines Dorf nur fünf Minuten von Gladenbach. Nachdem wir bei unseren Familien zu Mittag gegessen hatten, sind wir durch Gladenbach spazieren gegangen, obwohl das Wetter leider eher schlecht war. In der Stadt waren wir von der Schönheit der Gebäude begeistert und haben die deutsche Esskultur entdeckt. Wir haben eine Waffel in der Eisdiele “San Remo” probiert und sie war sehr lecker!
Nach dem ersten Tag haben wir uns in dieses schöne Erlebnis vertieft und waren neugierig, mehr über Deutschland zu erfahren.
Kultur
Essen
Man denkt bei der deutschen Küche oft nur an Bier, Wurst und Kartoffeln. Das stimmt aber nicht, weil es so viele andere leckere Traditionen gibt. Wir hatten die Möglichkeit, während dieser Erfahrung fast alles zu probieren.
Wir haben bemerkt, dass Brot besonders wichtig ist und es in unzähligen Sorten gibt. Als schnellen Snack haben wir oft Brezeln gegessen oder einen Döner Kebab, der bei Jugendlichen sehr beliebt ist. Ein besonderer Punkt waren die Knödel und auf Festen haben wir Klassiker wie Bratwurst, Currywurst und Schnitzel mit Pommes probiert. Interessant war auch die Weißwurst, die man sogar als “Suppe” mit Bohnen und Tomatensoße essen kann.
Natürlich durften Nachtische wie Schwarzwälder Kirschtorte, Apfelstrudel und Waffeln nicht fehlen. Wir waren auch neugierig, wie das deutsche Eis schmeckt. Das war nicht schlimm, aber für uns bleibt das italienische Eis immer an der ersten Stelle. Wir haben auch etwas Besonderes probiert, und zwar Eisspaghetti. Sie werden mit Marmelade oder Schokolade serviert.
Im Restaurant bekommt man Sprudelwasser, deshalb mussten wir immer um Stillwasser bitten. Außerdem haben wir auch Apfelsaft, Apfelwein und Apfelschorle probiert. Ein Getränk, das uns sehr gefallen hat, war diese besondere Mischung aus Cola und Fanta und das heißt Spezi.
Alles war wirklich lecker!
Schule
Das Schulsystem
Das deutsche Schulsystem unterscheidet sich ziemlich vom italienischen. Der Unterricht fängt um 8:10 Uhr an und eine Stunde dauert nur 45 Minuten. Zwischen den Stunden gibt es kurze Pausen von 5 Minuten und alle zwei Stunden eine längere Pause von 15 bis 20 Minuten. Normalerweise endet die Schule um 13:25 Uhr, außer an Tagen mit Nachmittagsunterricht.
Ein großer Unterschied ist, dass die Schüler oft die Räume wechseln, besonders für praktische Fächer wie Physik, Chemie oder Musik. Auch die Bewertung ist anders: Es gibt keine mündlichen Prüfungen wie in Italien. Stattdessen machen die Schüler Präsentationen oder arbeiten aktiv im Unterricht. Die Noten gehen von 1 (sehr gut) bis 6 (ungenügend).
Die Lehrer vertrauen den Schülern sehr, besonders beim Umgang mit Tablets, die jeder besitzt. Man nutzt sie für Notizen, aber für Fächer wie Deutsch oder Französisch braucht man trotzdem noch Bücher. Toll fanden wir, dass Schüler den Klassenraum verlassen dürfen, um in Fluren oder in anderen Räumen in Gruppen an Präsentationen zu arbeiten und dort gibt es überall Tische und Stühle.
In der Oberstufe (ab 11. Klasse) hat man viel Freiheit, weil man seinen Schulplan personalisieren kann. Man wählt Hauptfächer (die Leistungskurse) und kann andere Fächer wählen. Das hilft sehr, um sich schon in der Schule gut auf die Universität vorzubereiten.
Gebäude und Klassenzimmer
Die Schule (Europaschule) war riesig. Unsere Austauschpartnerinnen haben uns erzählt, dass das Gebäude früher eine alte Fabrik war. Das sieht man heute noch an der Architektur. Die Schule ist eine Gesamtschule: Es gibt das Gymnasium, die Realschule und die Hauptschule unter einem Dach. Deshalb gibt es neben normalen Klassenräumen auch Werkstätten, zum Beispiel für Schreinerei.
Draußen gibt es einen großen Schulhof ohne Zaun, aber alle gehen ganz diszipliniert durch die Türen ein und aus. In der Mensa kann man alles kaufen, vom Snack für die Pausen bis zum Mittagessen. Die Sporthalle war in einem extra Gebäude und draußen gab es Fußball-Basketballplätze.
Die Klassenzimmer ähneln unseren, aber es gibt zwei Unterschiede. Zuerst hat jeder einen eigenen Schrank im Zimmer für die Bücher, dann gibt es in jeder Klasse einen Fernseher für Präsentationen, während die Lehrer für Notizen noch Kreide und die Tafel benutzen.
Was uns besonders gut gefallen hat, waren die “Abi-Plakate”, die man von draußen sehen kann. Das Ziel dieser bunten Plakate ist es, eine entspannte Stimmung für die Schüler zu schaffen, die das Abitur bestehen müssen.
Freizeitaktivitäten
Schulband
Unsere Austauschpartnerinnen machen bei einer tolle Schulband mit und proben jeden Dienstagnachmittag für etwa zwei Stunden. Die Band besteht vor allem aus Saxophonen und Trompeten, aber es gibt auch Klarinetten, eine Gitarre, einen Bass, ein Schlagzeug und ein Klavier. Während unseres Aufenthaltes waren wir zweimal bei den Proben dabei. Sie haben sehr fleißig an berühmten Liedern für ein Konzert gearbeitet.
Wir waren beeindruckt, wie präzise und engagiert sie gespielt haben.
Fußball (Diana)
Meine Austauschpartnerin spielt Fußball. Was mir aufgefallen ist: In Deutschland spielen sehr viele Mädchen Fußball, nicht nur in Gladenbach, sondern auch in den kleinen Dörfern in der Nähe. Normalerweise trainiert sie zwei-bis dreimal pro Woche. Auch wenn sie während unseres Besuches nicht so oft zum Training gegangen ist, konnte ich auf ein Training und sogar bei einem Spiel zuschauen. Es war interessant zu sehen, wie sie in Deutschland trainieren.
Frankfurter Zoo (Diana)
An einem Sonntag hat meine Gastfamilie mit mir den Frankfurter Zoo besucht. Er war riesig! Wir waren fast 6 Stunden dort. Besonders toll fand ich das Nachttierhaus mit Fledermäusen und Nagetieren. Auch das Aquarium mit seinen bunten Fischen war beeindruckt. Ein Highlight war die Freiflughalle, wo man zwischen den Vögeln spazieren gehen kann. Obwohl die Tiere in Gehegen leben, machten sie einen gepflegten Eindruck.
Städte
Gladenbach
Gladenbach ist eine typische, ruhige deutsche Kleinstadt mit schönen Fachwerkhäusern. Es gibt alles was man braucht: Supermärkte wie Rewe oder Aldi und Drogerien wie Rossmann. Hier liegt auch die Schule, die Europaschule. Besonders schön ist die Natur um die Stadt: Bei unseren Spaziergängen haben wir die gelben Rapsfelder und die grünen Wälder auf den Hügel genossen.
Marburg
Marburg ist eine der faszinierendsten Städte. Die Oberstadt besteht aus steilen Gassen, Treppen und Fachwerkhäusern. Ganz oben liegt das Landgrafenschloss, von dem man eine tolle Aussicht hat. Marburg ist eine Studentenstadt und deshalb sehr lebendig. Wir haben auch die Elisabethkirche besucht, sind Tretboot auf der Lahn gefahren und sind shoppen gegangen. Eine Besonderheit : Die Brüder Grimm haben hier studiert, deshalb findet man überall in der Stadt Skulpturen aus ihren Märchen.
Frankfurt am Main
Frankfurt hat uns mit seinen Wolkenkratzern beeindruckt, es sieht fast aus wie New York. Unser Ziel war der Main Tower: Mit dem Aufzug sind wir 200 Meter hoch gefahren. Der Blick über die Stadt war einfach wahnsinnig schön. Danach haben wir den Dom besucht und sind zum Shoppen auf die Zeil gegangen. Das ist eine sehr berühmte und volle Einkaufsstraße. Am Abend waren wir müde, aber glücklich zurückgefahren.
D.A., 3B Lin
M.G., 4B Lin
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